OgRe – Relevanz organischer Spurenstoffe im Regenwasserabfluss Berlins

Unterstützung der Spurenstoffstrategie Berlins durch Erarbeitung einer Stoffliste relevanter Substanzen im Regenwasserabfluss und die Abschätzung ihrer jährlichen Frachten

Regenwasserabfluss ist die größte unbehandelte Quelle von potentiell hohen Spurenstofffrachten in urbane Oberflächengewässer. In Berlin werden ca. 74% oder jährlich 44 Millionen m3 des Regenwasserabflusses weitgehend unbehandelt eingeleitet. Dies entspricht etwa 5% des jährlichen Abflusses der Stadtspree an der Mündung in die Havel. Erste Studien aus der Schweiz zu ausgewählten organischen Spurenstoffen (z.B. Biozide, Kunststoff­inhaltsstoffe, Verbrennungsprodukte) im Regenwasserabfluss und Oberflächengewässern zeigen zum Teil hohe Konzentrationen von Substanzen mit möglicher Relevanz für aquatische Organismen oder die menschliche Nutzung.

Mit Überarbeitung der Liste der prioritären Stoffe der EU Wasserrahmenrichtlinie, die schon eine Regelung bzgl. Polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) enthält, werden  voraussichtlich weitere regenwasserbürtige Spurenstoffe (z.B. Terbutryn) gesetzlich geregelt. Eine Reduktion der Belastung von Oberflächengewässern mit organischen Spurenstoffen wird aktuell im urbanen Bereich vor allem durch weiterführende Behandlungsschritte an Klärwerken angestrebt. Der Erfolg dieser Anstrengungen könnte allerdings durch hohe unbehandelte Frachten im Regenwasserabfluss eingeschränkt werden. Sollte sich der Regenwasserabfluss in einer Berliner Gesamtbetrachtung als relevanter Pfad von organischen Spurenstoffen erweisen, wäre daher unter Umständen eine Anpassung oder Erweiterung der aktuellen Vermeidungsstrategie notwendig.

Das Forschungsprojekt OgRe soll die Spurenstoffstrategie Berlins unterstützen durch (i) eine Stoffliste lokal relevanter Substanzen im Regenwasserabfluss, (ii) eine Abschätzung jährlicher Frachten dieser Spurenstoffe über Regenwasserabfluss in die Berliner Oberflächengewässer und (iii) einen Vergleich mit relevanten Stofffrachten aus anderen Pfaden.

Finanzierung

Presse und Medien

  • Erst qualmen, dann wegwerfen. Vielen Gästen kippt bei diesem Anblick die Badelaune. Das Strandbad Wannsee ist jetzt das erste in Berlin, das daher mit einem uneingeschränkten Rauchverbot droht.
  • Erst qualmen, dann wegwerfen. Millionen von Zigarettenkippen landen achtlos auf Berlins Straßen. Und nicht nur dort. Auch die Sandstrände der Strandbäder verwandeln sich immer mehr in ein Stummel-Meer.
  • Jahrhundertregen, Fischsterben und Badegewässer

    Das Kompetenzzentrum Wasser Berlin informiert am 9. Juni 2018 auf der Langen Nacht der Wissenschaften über neueste Forschungsergebnisse zum Thema Regenwasser in Städten - dieses Jahr im Wissenschaftscampus Adlershof. In der Zeit von 17 bis 24 Uhr stellen die Forscher die Zukunftsthemen für urbanes Wassermanagement mit Vorträgen und einer Führung durch das Lise-Meitner Haus (Newtonstraße 15, 12489 Berlin) vor.

Mehr Informationen

  • Alles über Regen – KWB auf der Berliner Langen Nacht der Wissenschaften am 9. Juni 2018

    Dieses Jahr im Wissenschaftscampus Adlershof, zu Gast im Institut für Physik der Humboldt-Universität zu Berlin

  • Regenwasser – alles sauber? Neueste Erkenntnisse zu Spurenstoffen in Regenwasserabflüsse...

    14 Januar 2016

  • Gewässerschutz beginnt im Stadtquartier – Forschung zur Weiterentwicklung des Misch- und...

    5 September 2013