Weitergehende Abwasserreinigung durch Ozonung (MeReZon)

Schnelle und zuverlässige Messtechnik und Steuer-/Regelkonzepte

Eine Vielzahl von Studien und Forschungsvorhaben der vergangenen Jahre zur Entfernbarkeit von Spurenstoffen aus Abwasser haben gezeigt, dass der Einsatz von Ozon oder Aktivkohle hierfür technisch umsetzbare und wirtschaftlich vertretbare Optionen sind. Derzeit werden an verschiedenen Orten in Deutschland und der Schweiz Anlagen zur Ozonung von Kläranlagenablauf geplant und errichtet mit dem Ziel, die Einleitung von Spurenstoffen in Oberflächengewässer zu reduzieren.

Eine weitergehende Abwasserreinigung mit Ozon erfordert eine ausgereifte Strategie zur Steuerung bzw. Regelung des Ozoneintrags in das zu behandelnde Medium, da sonst sowohl Unter- als auch Überdosierungen durch den schwankenden Gehalt an ozonzehrenden Substanzen zu erwarten sind. Derartige Regelungsstrategien wurden in der Praxis bisher nur vereinzelt erprobt. Besonders die Zuverlässigkeit der online Messgeräte stellte die Betreiber von Pilotanlagen zur Ozonung vor deutliche Herausforderungen, so dass ein optimiertes und stabiles Mess- und Regelkonzept zur Umsetzung auf Anlagen im Vollmaßstab dringend benötigt wird.

Im Rahmen des Vorhabens MeReZon soll daher ein innovatives MSR-Konzept (Messen-Steuern-Regeln) entwickelt werden, das eine dauerhafte, optimale und bedarfsgerechte Ozondosierung in Kläranlagen ermöglicht. Das zweijährige Vorhaben wird zusammen mit dem Unternehmen TriOS Mess- und Datentechnik GmbH (zuständig für die Messtechnik und Projektkoordination), dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin (zuständig für die Entwicklung der Steuer-/Regelkonzepte) und den Berliner Wasserbetrieben als assoziierter Partner durchgeführt. Die Projektförderung erfolgt durch das BMBF im der Förderinitiative KMU-innovativ.

Projektpartner:
TriOS Mess- und Datentechnik GmbH (Koordinator); Kompetenzzentrum Wasser Berlin; Berliner Wasserbetriebe (assoziierter Partner)

Finanzierung

Presse und Medien

  • Spezialbier von Xylem und den Berliner Wasserbetrieben

    Bis zu welcher Qualität Abwasser mit modernen Verfahren aufbereitet werden kann, haben der Assertechnikspezialist Xylem, die Berliner Wasserbetriebe sowie das Kompetenzzentrum Wasser Berlin Mitte Juni sehr anschaulich unter Beweis gestellt.
  • Bier aus Abwasser

    Mit dem Bier, das Xylem in Zusammenarbeit mit den Berliner Wasserbetrieben und dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin hergestellt hat, machen die beteiligten Partner auf ein ernstes Thema aufmerksam: Obwohl große Teile Europas und insbesondere Deutschland als wasserreich gelten, hat insbesondere die Trockenheit 2018 gezeigt, dass auch unsere Regionen von Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind und die lokale Nutzung der Ressource Abwasser eine Entlastung für das Grundwasservorkommen und Stauseen bedeuten kann.
  • “Zum Wohl”: Firma braut Bier aus Abwasser

    Gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben und dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin hat Xylem Abwasser so hochgradig aufbereitet, dass am Ende nur noch feine Wassermoleküle vorhanden waren. Das Wasser war so sauber, dass es zum Brauen wieder mit Mineralien versetzt werden musste
  • Xylem partners with Berlin Water and the Berlin Centre of Competence for Water to serve up Reuse Brew at IWA Water Reuse 2019.
  • Was zunächst paradox erscheint, hat das Unternehmen Xylem jetzt mit Hilfe modernster Wasseraufbereitungstechnolgie möglich gemacht: Im "Reuse Brew" kommt zu Hopfen, Malz und Hefe gereinigtes Abwasser. Kaum zu glauben: Das Bier entspricht dem deutschen Reinheitsgebot.
  • Bier aus Abwasser – Video

    100-prozentiges Wasserrecycling: Xylem, die Berliner Wasserbetriebe und das Kompetenzzentrum Wasser Berlin zeigen, wie sie das "Reuse Brew" aus gereinigtem und aufbereitetem Abwasser gebraut haben.
  • Prost: Bier aus gereinigtem Abwasser

    Mit moderner Technologie ist die Abwasserwiederverwendung wirtschaftlich und effizient, wenn das Abwasser aus dem Klärwerk kommt. Das beweist das Wassertechnologie-Unternehmen Xylem mit den Berliner Wasserbetrieben und dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin: Sie brauen ein Bier aus gereinigtem und aufbereitetem Abwasser.
  • “Reuse Brew” – Bier aus behandeltem und gereinigtem Abwasser

    100-prozentiges Wasserrecycling: Xylem, die Berliner Wasserbetriebe und das Kompetenzzentrum Wasser Berlin brauen ein Bier aus gereinigtem und aufbereitetem Abwasser. Das ist möglich dank einer Technologie, die das Abwasser so zuverlässig und effektiv reinigt, das es in der Folge genutzt werden kann – z. B., um ein Bier zu brauen.
  • Xylem braut Bier aus Abwasser

    Die Firma Xylem zeigt auf der IWA Water Reuse 2019 in Berlin, dass Bier aus behandeltem und gereinigtem Wasser hergestellt werden kann. Bei der IWA Water Reuse 2019, der „Internationalen Konferenz zur Wasser-Wiedergewinnung und -Wiederverwendung“ in Berlin (16.- 20. Juni), zeigt Xylem 100-prozentiges Wasserrecycling: Xylem, die Berliner Wasserbetriebe und das Kompetenzzentrum Wasser Berlin brauen ein Bier aus gereinigtem und aufbereitetem Abwasser. Die Vorstellung und Verkostung des Bieres findet am Montag, 17. Juni 2019 auf der IWA Konferenz im Mercure Hotel MOA in Berlin statt.
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Mehr Informationen

  • Ozon zur Entfernung von Spurenstoffen in der Abwasserbehandlung – die Methode der Wahl?

    28. November 2017 17:0019:00 Uhr

    Berliner Wasserbetriebe (Gastgeber), Neue Jüdenstraße 1, 10179 Berlin

    Seit Jahren ist bekannt, dass häusliches Abwasser sogenannte Spurenstoffe enthält, die wegen ihrer schlechten biologischen Abbaubarkeit über die Klärwerke in die Gewässer gelangen. Einige dieser Substanzen, darunter auch Arzneimittelrückstände, gelten in den gefundenen Konzentrationen in Gewässern als ökologisch bedenklich. Seit einiger Zeit wird daher an der Entwicklung neuer technischer…