Umsetzung von Schwammstadt-Konzepten in China (KEYS)

Vorreitertechnologien für eine nachhaltige Bewirtschaftung städtischer Wassereinzugsgebiete als Schlüsselfaktor zur erfolgreichen Umsetzung des „Schwammstadt“-Konzeptes

Das Verbundvorhaben KEYS soll zusammen mit chinesischen Partnern die bedarfsgerechte Umsetzung von Maßnahmen der Regenwasserbewirtschaftung und der Abwasserreinigung (Schwammstadt – Sponge-City) in China voranbringen. Musterregionen sind die Metropolen Shenzen und Peking, die beide als Pilot Sponge Cities benannt wurden. KEYS wurde in enger Kooperation mit dem chinesischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MOST) entwickelt.

Das vom Institut für Siedlungswasserwirtschaft der Leibniz Universität Hannover (ISAH) geleitete Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme „CLIENT II – Internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen“ für 3 Jahre gefördert.

Im Vorhaben werden drei wissenschaftliche und technische Arbeitsziele verfolgt:

  1. Untersuchung von innovativen und intelligenten Komponenten der Regenwasserbewirtschaftung (SMART SPONGE CITIES) zur Verbesserung des Überflutungsschutzes und der Schmutzfrachtreduktion.
  2. Umsetzung von umweltfreundlichen und besonders energieeffizienten Verfahren der Abwasserbehandlung. Hierbei handelt es sich um Prozessansätze wie Deammonifikation, der Aerobic Granular Sludge-Technik sowie um moderne Membrantechnik.
  3. Entwicklung von integrierten Ansätzen und Verfahren zur Identifizierung und Reduzierung von Schmutzeinträgen aus urbanen Einzugsgebieten in Oberflächengewässer.

Die Arbeiten in Peking werden durch das ISAH, die Arbeiten in Shenzhen durch das KWB koordiniert.

Aus wissenschaftlicher Sicht bestehen die Arbeiten des KWB zum einen in der Weiterentwicklung von Bewertungsansätzen für Maßnahmen der Regenwasserbewirtschaftung und den Gewässerschutz. Zum zweiten wird an Pilotanlagen die Kombination von deutschen und chinesischen Abwasserreinigungstechnologien (Membranverfahren, Nematoden-Reaktor) untersucht. Eine besondere Herausforderung bei allen Arbeiten besteht im Transfer bekannter Ansätze auf die klimatischen, technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen in den Partnerstädten. Durch die enge Zusammenarbeit mit den chinesischen Forschungspartnern an diesen Herausforderungen wird ein erheblicher gegenseitiger Know-How-Gewinn erwartet.

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