Konzepte zur Phosphor-Rückgewinnung und –Recycling aus Klärschlämmen und Klärschlammaschen für Berlin und Umgebung (bePhor)

Die Novellierung der Deutschen Klärschlammverordnung von 2017 verpflichtet alle Betreiber von großen Klärwerken dazu, ab dem Jahr 2029 die im Abwasser enthaltende endliche Ressource Phosphor, wichtiger Grundstoff von Pflanzendünger, zu recyceln und wirtschaftlich verfügbar zu machen. Diese Vorgabe betrifft auch alle Berliner Klärwerke. Das 6-monatige Projekt bePhor soll dazu beitragen, ein auf die spezifischen Anforderungen der Berliner Klärwerke angepasstes langfristig technisch und wirtschaftlich tragfähiges Recyclingkonzept vorzubereiten.

Damit sind die sechs Berliner Klärwerke aufgefordert, sich auf eine entsprechende technische Erweiterung ihres Betriebs vorzubereiten. Immerhin haben sie das Potenzial, ca. 65 % des mineralischen P-Düngemittelbedarfs von Berlin und Brandenburg decken zu können.

Das 6-monatige Vorhaben bePhor soll dazu beitragen, Entscheidungsgrundlagen für ein ganzheitliches auf die spezifischen Anforderungen der Berliner Klärwerke angepasstes Recyclingkonzept, was langfristig technisch und wirtschaftlich tragfähig ist, vorzubereiten. Im Rahmen des Vorhabens zu untersuchende Szenarien sind die integrierte Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm sowie die nachgeschaltete Rückgewinnung aus der Klärschlammasche. Hier soll geprüft werden, inwieweit eine technische und langfristig wirtschaftlich tragfähige Integration in die Berliner Klärwerke möglich ist. Die Ergebnisse werden mit Fachleuten der Berliner Wasserbetriebe evaluiert. In einem externen Workshop soll das präferierte Rückgewinnungskonzept präsentiert werden mit dem Ziel, die genauen Anforderungen an die Phosphor-Rezyklate zu definieren und einen Verbund für die Umsetzungsphase aufzubauen.

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