Neue Verfahren zur Überwachung und Kontrolle von Untergrundprozessen in „Managed Aquifer Recharge“ Anwendungen

Die gezielte Grundwasseranreicherung mit Speicherung von überschüssigem Wasser im geologischen Untergrund und spätere Rückgewinnung bei hoher Nachfrage ist ein kostengünstiges Verfahren, jahreszeitliche Schwankungen in der Wasserverfügbarkeit auszugleichen. Diese als „Managed Aquifer Recharge“ (MAR) bezeichnete Methode ist ein weltweit anerkanntes Verfahren für nachhaltiges Wasserressourcenmanagement. Die Resilienz der Wasserversorgungsinfrastruktur gegen extreme hydroklimatische Ereignisse kann so signifikant gesteigert werden.

Mit dem gerade gestarteten Verbundvorhaben „SMART-Control“, das von der TU-Dresden geleitet wird, sollen Risiken bei der Anwendung von MAR durch die Entwicklung eines web-basierten Monitoring- und Kontrollsystems verringert werden. Das System besteht aus einer Echtzeitüberwachung von hydraulischen und Wasserqualitätsparametern in einer webbasierten Plattform. Die Plattform kombiniert die Vor-Ort Messungen mit Modellierungsansätzen und dient zur Bewertung von Risiken für

  • die menschliche Gesundheit
  • die Umwelt
  • den Betrieb (Kolmatierung, hydraulische Last)

an verschiedenen Versuchsstandorten in Deutschland, Frankreich, Zypern und Brasilien die unter sehr unterschiedlichen hydrogeologischen, klimatischen und sozioökonomischen Bedingungen betrieben werden.