WaterMan: Förderung der Wasserwiederverwendung im Ostseeraum durch Kapazitätsaufbau auf lokaler Ebene

Die Auswirkungen des Klimawandels stellen die Wasserwirtschaft im Ostseeraum vor neue Herausforderungen. Extreme Wetterereignisse werden häufiger, während Dürren die Wassernutzung, insbesondere für die Bewässerung, einschränken. Vorhersagen zufolge wird sich die Wasserknappheit in Zukunft noch verschärfen. In diesem Zusammenhang stellt die Wiederverwendung von Wasser eine wichtige Lösung zur Entlastung der Wasserressourcen dar und gewinnt für lokale, regionale und sogar transnationale Stakeholder zunehmend an Bedeutung.

Das KWB und 15 Projektpartner fördern die Wasserwiederverwendung als neues Element der Wasserwirtschaft in der Ostseeregion, um die Wasserversorgung klimaresistenter zu machen. Im Ostseeraum gibt es vereinzelte Beispiele für die Wiederverwendung von aufbereitetem Wasser und für die Rückführung von zurückgehaltenem Wasser, eine breitere Anwendung steht jedoch noch aus. Die wichtigsten Akteure für die Wasserwiederverwendung sind lokale Behörden und Wasser- sowie Abwasserunternehmen. Das WaterMan-Projekt zielt darauf ab, das Wissen und die Kapazitäten dieser Schlüsselakteure für dieses noch neue Thema aufzubauen.

Der Kapazitätsaufbau beinhaltet einen transnationalen Gruppen-Lernprozess. Kommunen und Wasser- sowie Abwasserunternehmen aus sechs Ländern werden gemeinsam beispielhafte Wasserwiederverwendungsstrategien für ausgewählte Modellregionen erarbeiten. Das Projekt kombiniert Maßnahmen zur (a) Wiederverwendung von aufbereitetem Wasser, (b) Wiederverwendung von zurückgehaltenem Wasser und (c) Förderung der Akzeptanz bei Stakeholdern und Verbraucher:innen für diese Maßnahmen. In einer Reihe von sechs sich ergänzenden Pilotmaßnahmen zur Wasserwiederverwendung in Dänemark, Polen, Schweden und Deutschland werden konkrete Lösungen für typische Anwendungsfälle getestet und validiert. Forschungseinrichtungen und Fachleute stellen ihre Expertise zur Verfügung und unterstützen den Aufbau von Kapazitäten in einer Reihe von Workshops und Schulungen.

Das KWB wird diese Lösungen vorbereiten, indem es gemeinsam mit den Projektpartnern eine Anleitung zur Methodik und zu den verfügbaren Instrumenten entwickelt. Dies wird den lokalen Akteuren unter anderem dabei helfen, ihren lokalen Bedarf an Wasserwiederverwendung zu ermitteln, eine entsprechende chemische und mikrobiologische Risikobewertung durchzuführen und eine praktikable umweltfreundliche Technologie auszuwählen. Das Projekt wird schließlich einen umfassenden und konkreten Leitfaden für andere lokale Behörden und Wasser- sowie Abwasserunternehmen entwickeln.

Mit unserem Fachwissen über Wasserwiederverwendung, mit dem Austausch von Erfahrungen und der Schulung praktischer Fähigkeiten in Bezug auf Risiko- und Lebenszyklusanalysen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der natürlichen Wasserressourcen und zum Aufbau einer klimaresistenten Wasserwirtschaft im Ostseeraum.

Der Fokus der Arbeit in WaterMan liegt auf der Erprobung typischer Anwendungsfälle für die Wasserwiederverwendung auf lokaler Ebene: Wasserströme unterschiedlicher Herkunft (z.B. Regenwasser) sollen dabei bedarfsgerecht für die unterschiedlichen Wiederverwendungsmöglichkeiten, wie Bewässerung von Grünflächen und Parks oder Straßenreinigung in Städten, aufbereitet werden.

Projektpartner
Finanzierung

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