45. Berliner Wasserwerkstatt: Plastik in der aquatischen Umwelt – Makro, Mikro, Nano?

13. September 2018
17:00 - 19:00 Uhr
Berliner Wasserbetriebe
Neue Jüdenstraße 1
10709 Berlin

Wissenschaftliche Studien der jüngsten Vergangenheit haben gezeigt, dass Kunststoffe die Binnengewässer und letztendlich auch die Meere mit zunehmender Tendenz „vermüllen“. Kunststoffpartikel mit einem Durchmesser kleiner als fünf Millimeter werden als Mikroplastik bezeichnet. Dabei kann es sich um sekundäre Fragmente handeln, die durch Zersetzung größerer Kunststoffteile aus Verpackungen entstehen oder aus Textilien ausgewaschen werden. Es können jedoch auch primäre Kunststoffpartikel sein, die bereits in mikroskopischer Größe hergestellt werden. Dazu gehören Granulate aus Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmitteln sowie weiteren Anwendungsbereichen.

Obwohl das Problem der ubiquitären „Vermüllung“ im wahrsten Sinne des Wortes offensichtlich ist, sind klare Aussagen zu Eintragspfaden und Eintragsmengen, die als Grundlage für Vermeidungs- und Lösungsstrategien sowie für Vorgaben des Gesetzgebers herangezogen werden könnten, bisher nur in Ansätzen verfügbar. Dies liegt auch an der stofflichen Heterogenität von Kunststoffen und deren Veränderungsverhalten beim Aufenthalt in der Umwelt. Diese Wasserwerkstatt liefert hierzu Einblicke zum aktuellen Stand Forschung.

Präsentationen:

 

Link zur Konsortialstudie Mikroplastik von Fraunhofer UMSICHT