Informationstag Projekt OXERAM

Untersuchung von energieeffizienten Verfahrenskombinationen der Abwasserbehandlung zur Verbesserung der Gewässerqualität

Gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie sollen die Oberflächengewässer durch geeignete Maßnahmen spätestens im Jahr 2027 in einen guten ökologischen und chemischen Zustand gebracht werden. Obwohl in Berlin die Reinigungsleistung der Klärwerke in der letzten Dekade erheblich verbessert wurde, kann in den hier sehr langsam fließenden Gewässern dieses Ziel nur durch weitere technische Maßnahmen zum Nährstoffrückhalt erreicht werden. Insbesondere muss in Spree und Havel die Konzentration von Phosphor unter eine Schwelle von 60 bis 90 Mikrogramm Phosphor pro Liter gesenkt werden, damit Algenmassenentwicklungen als wesentlicher Qualitätsfaktor langfristig unterdrückt werden kann. Dieses Ziel lässt sich neben umfassenden Maßnahmen zur Reduzierung der Einträge aus der Landwirtschaft und aus Regenwassereinleitungen nur durch den weiteren Ausbau der Berliner Klärwerke erreichen.

Durch das im Berliner Umweltentlastungsprogramm (UEP-II) geförderte und zusätzlich von den Berliner Wasserbetrieben und Veolia finanziell unterstütze Vorhaben OXERAM werden derzeit mehrere vielversprechende Verfahrenskombinationen im technischen Betrieb miteinander verglichen. Auf dem Prüfstand stehen die Zielgrößen Phosphorentfernung und Abwasserdesinfektion, die neben Einhaltung der technischen Zielgrößen besonders auch hinsichtlich Energieeffizienz und Kosten miteinander verglichen werden. Die Entscheidungsfindung für die langfristig nachhaltigste Verfahrenskombination wird im Projekt Oxeram mit systematisch durchgeführten Life-Cycle-Analysen unterstützt.

Präsentationen: