MONITOR – Monitoring von Mischwasserüberläufen

Monitoring von Mischwasserüberläufen und betroffenen Gewässern

Bei der Planung von Strategien für ein „Integriertes Wasser-Ressourcen-Management in urbanen Räumen“ kommt der Berücksichtigung von niederschlagsbedingten Einflüssen auf die Qualität der als Ressource verfügbaren Gewässer eine zunehmende Bedeutung zu. Unter den Gewässereinleitungen aus urbanen Gebieten stellen Mischwasserüberläufe (engl. combined sewer overflows, CSO) aufgrund ihres dynamischen Charakters eine besondere Belastung für die Gewässer dar.

Im Rahmen des Projektes MONITOR-1 wird das Konzept für ein Monitoring von Mischwasserüberläufen in Berlin erstellt. Das Monitoring selbst soll dann, basierend auf den Erkenntnissen aus MONITOR-1 ab 2009 im Rahmen des Projektes MONITOR-2 durchgeführt werden. Ziele des Monitorings umfassen: Die Analyse regenbürtiger Stoffpfade von urbanen Flächen bis hin zum Gewässer, die Analyse und Bewertung der Auswirkungen von Mischwasserüberläufen auf die Gewässerqualität sowie ein besseres Verständnis der Prozesse am Mischwasserüberlauf und deren Beschreibung in der numerischen Modellierung (starke Verbindung mit Projekt SAM-CSO). Im Mittelpunkt des Monitorings stehen:

  • dynamische Prozesse wie die Sauerstoffzehrung infolge der Einleitung leicht  abbaubarer organischer Verbindungen und die Einwirkung des fischtoxischen Ammoniaks
  • Spurenstoffe

Das Monitoring soll sich über einen begrenzten Abschnitt des Berliner Innenstadtgewässers erstrecken (Gewässertyp: gestautes Tieflandgewässer). Ein paralleles Monitoring im Gewässer und an den Haupt-Mischwasserüberläufen wird hierfür vorbereitet (hydraulische, physikalische und bio-chemische Prozesse).

Finanzierung

Aktuelle Beiträge

  • Impakt von Mischwasserüberläufen auf urbane Gewässer

    6. November 2013

    Abschluss-Workshop des KWB-Projektes MIA-CSO auf der International Water Week in Amsterdam am 6. November 2013 Die städtischen Oberflächengewässer spielen eine wichtige Rolle für die Vielgestaltigkeit einer Stadt, für die Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten ihrer Einwohner, das urbane Mikroklima und in einigen Fällen auch für die Qualität des Trinkwassers. Jedoch sind die aquatischen…