MIA-CSO – Monitoring und Impaktbewertung von Mischwasserüberläufen

Entwicklung eines Management Tools mit Blick auf die konzeptionelle Planung und Investitionsplanung der Berliner Mischwasserkanalisation

Überläufe aus der Mischwasserkanalisation haben eine bedeutende Einwirkung auf die Gewässerqualität und stellen eines der wichtigsten Managementprobleme in urbanen Fließgewässern dar. MIA-CSO dient der Verbesserung des Kenntnisstandes hinsichtlich der Wirkung von Mischwassereinleitungen auf stauregulierte und langsam fließende Tieflandgewässer. Das Projekt basiert auf den Erfahrungen und Ergebnissen, die im Rahmen der Projekte MONITOR-1 und SAM-CSO gewonnen wurden.

Ziel des Projektes ist es, ein Management-Tool für die Bewertung der Auswirkungen von Mischwasserüberläufen auf betroffene Gewässer zu entwickeln. Dieses Tool basiert auf folgenden Komponenten:

  • Daten aus einem zweijährigen Monitoring an einer repräsentativen Mischwassereinleitung und parallel dazu in dem Gewässerabschnitt Stadtspree. Gewässergüteparameter und Wassermengen werden kontinuierlich mittels online Sonden gemessen. Die gewonnen Daten werden genutzt, um einerseits die mischwasserbedingten Prozesse im Gewässer zu beschreiben und andererseits das verwendete Gewässergütemodel des Gewässerabschnitts Stadtspree zu kalibrieren und validieren.
  • Entwicklung einer Methode zur immissionsbasierten Bewertung der Gewässerbelastung durch Mischwasserüberläufe.
  • Modul für die statistische Analyse der Simulationsergebnisse für die Bewertung von Management Strategien.
  • Anwendung der Software Schnittstelle (z.B. OpenMI) zur Kopplung der Teilmodelle für das Entwässerungssystem und das Gewässer sowie das Statistik-Modul.

Das Management Tool wird innerhalb einer Fallstudie in Berlin (Stauhaltung Charlottenburg) validiert und dann für die konzeptionelle Planung und Investitionsplanung der Berliner Mischwasserkanalisation eingesetzt.

Finanzierung

Mehr Informationen

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