ASKURIS

Anthropogene Spurenstoffe und Krankheitserreger im urbanen Wasserkreislauf: Bewertung, Barrieren und Risikokommunikation

Klimaprognosen für die Region Berlin Brandenburg gehen in den nächsten Jahrzehnten von geringeren Niederschlägen im Sommer aus, was in Folge dazu führen kann, dass die aktuellen Wassermengen von Spree und Havel sich verringern. Gleichzeitig steigt der Konsum von Medikamenten an, was maßgeblich auf die demographische Entwicklung zurückzuführen ist. Beide Trends können langfristig die Konzentration von sogenannten Spurenstoffen (z.B. auch Arzneimittelrückstände) und auch Mikroorganismen in unseren Oberflächenwässern erhöhen und somit u. U. auch für die Qualität des das Grundwassers relevant sein. Verschiedene Szenarien gehen von einer möglichen Verdoppelung der Konzentration von Spurensubstanzen in Berliner Oberflächenwässern aus.

Im Rahmen des vom BMBF geförderten Verbundvorhabens ASKURIS werden folgende Ziele verfolgt:

  • Bewertung der Risiken, die von anthropogenen Spurenstoffen und pathogenen Mikroorganismen in einem teilgeschlossen urbanen Wasserkreislauf ausgehen
  • Identifikation und Bewertung von technischen und natürlichen Barrieren gegenüber den ausgewählten Verbindungen, inklusive von Pilotversuche für Verfahren der Oxidation und Adsorption
  • Entwicklung einer Risikokommunikationsstrategie

KWB wird im Rahmen von Pilotversuchen die Wirksamkeit von Oxidationsverfahren mit bzw. ohne eine nachgeschaltete Filtration zur Entfernung von Spurenstoffen bewerten. Darüber hinaus werden mögliche Prozesskombinationen sowie der Ort ihres Einsatzes (z.B. Wasserwerk vs. Kläranlage) durch Ökobilanzen bewertet.

Finanzierung

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