Abschlussworkshop des Berliner Demonstrationsvorhabens OXERAM

12. April 2013
10:00 - 15:00 Uhr
VKU Forum, Invalidenstraße 91, 10115 Berlin

Energieeffiziente Verfahrenskombinationen für die weitergehende Abwasserbehandlung

Gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie sollen die Oberflächengewässer durch geeignete Maßnahmen spätestens im Jahr 2027 in einen guten ökologischen und chemischen Zustand gebracht werden.

Obwohl in Berlin die Reinigungsleistung der Klärwerke in der letzten Dekade erheblich verbessert wurde, kann in den hier sehr langsam fließenden Gewässern dieses Ziel nur durch weitere technische Maßnahmen zum Nährstoffrückhalt erreicht werden. Insbesondere muss in Spree und Havel die Konzentration von Phosphor unter eine Schwelle von 60 bis 90 Mikrogramm Phosphor pro Liter gesenkt werden, damit langfristig die Algenmassenentwicklungen als wesentlicher Qualitätsfaktor unterdrückt wird. Dieses Ziel lässt sich neben umfassenden Maßnahmen zur Reduzierung der Einträge aus der Landwirtschaft und aus Regenwassereinleitungen nur durch den weiteren Ausbau der Berliner Klärwerke erreichen.

Im Rahmen des im Berliner Umweltentlastungsprogramm (UEP-II) seit Januar 2010 geförderten und zusätzlich durch die Berliner Wasserbetriebe und Veolia finanziell unterstützen Vorhabens OXERA­M wurden mehrere vielversprechende Verfahren wie die Mikrosiebung und Membranfiltration zur Erreichung von Ablaufkonzentration für Phosphor im Bereich von 50 bis 120 Mikrogramm pro Liter am Standort des Berliner Klärwerks Ruhleben getestet.

Innerhalb der ökobilanziellen und finanziellen Bewertung der Verfahren wurden auch die langjährigen Forschungsergebnisse der Berliner Wasserbetriebe zur Raumfiltration in einen umfassenden Verfahrensvergleich integriert.

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